Freitag, 19. Juni 2015

Vitalmonitor

Regeneration mit Ziel

Schon früher habe ich mittels Herzratenvariabilität mein Training gesteuert. Besonders damals, als ich noch mitten imTriathlon-Training stand. Dann aber nahm das Laufen Überhand, ich kaufte mir eine neue Pulsuhr und irgendwie stellte ich meinen Plan darauf um, nach Gefühl zu trainieren. Mit der Familiengründung, dem Hausbau, dem Nebenjob und meinen Running-Events wurde das mit dem Training – nun ja – etwas komplizierter. Zeitmanagement wurde zu einem immer wichtigeren Faktor in meinem Leben. Als mir ein Freund dann von dem Vitalmonitor erzählte, wusste ich sofort, dass ich dieses Teil ausprobieren musste.

Vitalmonitor zur Wettkampf-Vorbereitung

Vitalmonitor um die Brust
Der Vitalmonitor im Einsatz
Die Rezensionen auf der Webseite verstärkten den Eindruck, den mir mein Laufkollege beschrieben hatte. Also fand der Vitalmonitor direkt seinen Weg in die Vorbereitung für das Salomon 4 Trails Event. Endlich hatte ich wieder die Möglichkeit meinen Stress zu messen und meine körperliche Situation genau einzuschätzen. Wie wird sich mein regelmäßiges Schlafdefizit auf dieRegeneration auswirken? Wie sieht es mit Stress in der Firma aus? Der Vitalmonitor ist nicht nur die perfekte Ergänzung fürs Bauchgefühl, sondern sorgt auch für die wichtige Gewissheit.

Die Anwendung

Die Anwendung des Vitalmonitors ist simpel. Den speziell für die HRV-Messung entwickelten Brustgurt anlegen, die App fürs Smartphone und/oder Tablet (auf iOS & android kompatibel) installieren und sich selbst in eine ruhige Lage bringen. Nach drei Minuten „Kennenlernzeit“ und ein paar eingegebenen Daten zu Schlafdauer, Gewicht & Co. später ist die ersteEinstiegs-Messung erledigt. Was folgt, ist eine mehrtägige Kalibrierungsphase mit täglichen Morgenmessungen, die es dem System ermöglicht, sich perfekt auf den Körper einzustellen. Als die ersten verwertbaren Ergebnisse fest standen, war ich überrascht!

Die Auswertung

Auswertung Vitalmonitor
Eine gute Auswertung der Daten fördert den Trainingserfolg.
Der Vitalmonitor stellte fest, dass meine Trainingseinheiten bisher zu wenig intensiv waren. Also gab es keinen Grund dafür, weiter den „Schongang“ einzulegen. Die Steigerung der Intensität brachte bald erste Früchte und die Trainingsleistung zeigte einen Aufwärtstrend. Vielleicht braucht es manchmal eben diesen „Schubser“, den normalerweise ein Trainer übernimmt. Die Anwendungsbereiche des Vitalmonitors hören beim Training übrigens noch lange nicht auf. Einerseits lassen sich damit auch unter Tags Statusmessungen durchführen und andererseits bietet das System eine Plattform, auf der sich Trainer und Sportler direkt austauschen können.

Mein Fazit zum Vitalmonitor

40 Stunden im Hauptjob, 15 weitere im Nebenjob und daneben noch 10-15 Stunden Training in der Woche. Bei durchschnittlich sechs Stunden Schlaf am Tag verlangt das ein perfektes Zeitmanagement und danach, auf seinen Körper zu hören. Der Vitalmonitor unterstützt mich optimal bei dieser Aufgabe. Durch die tägliche Messung schaffe ich es, das Training noch besser und effizienter zu steuern und gleichzeitig ein Auge auf meine Work-Life Balance zu  haben, um Stress keine Chance zu geben. Denn den größten Stress macht man sich bekanntlich ja selber.

Dienstag, 28. April 2015

Linz Marathon 2015

What a fucking hot race :-)
Hot jetzt nicht auf die Temperatur bezogen sondern auf die Abstände, aber dazu später mehr!

Eigentlich lief die 10 wöchige Marathonvorbereitung nach Plan, bis dann beim letzen intensiven Intervalltraining (3x5000m) meine linke Hüfte nicht mehr mitspielen wollte. Eigentlich laboriere ich schon knapp ein Jahr daran, diagnostiziert wurde eine punktuelle Entzündung der Knochenhaut am Hüftknochen. An und für sich nichts aufregendes, beim Laufen hatte ich keine Einschränkungen lediglich danach war das Treppensteigen nicht so einfach ;-) Nur jetzt gaben ihr das Intervalltraining den Rest, nicht nur die Treppe auch die Ebene machte laufend wie auch gehend Probleme. Diesesmal war wirklich zwanghaftes Tapering angesagt. So war es bis zum Schluß offen wie die Hüfte sich erholt hat.

Nach Linz ging's dann am Samstag mit einem guten Freund und dessen Freundin (er startete beim Halbmarathon). Meine Familie reiste dann am Sonntag mit der Westbahn an (mit Kinder um einiges stressfreier als mit dem Auto ;-)
Wir parkten beim Hotel im Zielgelände und machten uns per Fuß auf zum  Tipp Stadion um unsere Startunterlagen abzuholen. Google sei dank, fand ich dann auch relativ schnell über ein, zwei Umwege hin. Die Messe war wie letztes Jahr von der Anzahl der Besucher aus gesehen sehr übersichtlich. Schnell noch Asics und CEP Stand gecheckt, Pasta Party besucht, dann ging's auch schon wieder Richtung Hotel.
Eigentlich wollte ich mich nur kurz hinlegen, daraus wurde dann aber ein ausgedehnter 90min Powernap, mit Müh und Not schaffte ich es auf 18:00 Uhr zur Pizzeria L'Osteria, in welcher Schneider Günter schon Tage vorher einen eineinhalb Stunden Slot reservieren konnte. Die Pizzeria ist der sprichwörtliche Platzhirsch was italienische Verköstigung in Linz betrifft, zu Recht :-)
Wie gesagt eingefädelt hat das Ganze Günter, welchen ich bisher nur aus Facebook kannte. Schon im Vorfeld war uns klar, dass wir uns wohl den Tiroler Meister untereinander ausmachen werden, da die restliche Konkurrenz eine Woche vorher in Wien tätig war.
Dieses Jahr lies ich ausnahmsweise die Nudeln als Vorspeise weg, da ich aus dem Vorjahr bereits wußte was mich pizzatechnisch erwartet :-)  Dünner Boden und doppelt so groß wie der Teller :-P

Zum Abschluß noch ein kurzer Abstecher in die Gelateria und dann nix wie in die Heia!
Vorm Schlafen noch ausgiebiges Dehnen und eine Runde Yoga für Läufer um 22 Uhr hieß es dann Licht aus!
Tagwache 6:30 frisch und munter genoss ich mein Standard Vormarathonfrühstück, Spezialbrei mit schwarzen Kaffee, welcher seine Wirkung nicht verfehlte :-) Sachen packen, auschecken und auf Richtung Startgelände. Nun war es soweit, die Stunde(n) der Wahrheit rückte(n) näher! Die äußeren Bedingungen waren perfekt, blauer Himmerl kühl und wenig Wind, beste Voraussetzungen für einen guten Marathon, nun lag es nur mehr an mir!

Noch ein gemütliches Joggerl zum Start, ein wenig das bunte Treiben beobachten, die Stimmung inhalieren und ab in den Startblock. Es lief alles sehr geordnet und ruhig ab, so wie man es sich eigentlich immer wünscht, ohne Gedränge und Geschupse.

Jetzt war es soweit, nach der obligatorischen Bundeshymne ertönte der Startschuß!
Ich hatte ein gutes Gefühl, auch das Tempo stellte sich schnell ein. Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug, keine Müdigkeit oder sonstige Zeichen von Erschöpfung. Den ersten HM lief ich ca. 1 Min zu schnell an, wollte so um 1:17:00 anlaufen, fand aber eine gute Gruppe welche zwar ein wenig zu schnell war, aber davor sparte ich mir auf lange Teile den kräfteraubenden Gegenwind.

Wie jedes Jahr warteten auch meine Lieben beim Durchgangspunkt des HM, dies ist immer ein sehr wichtiger Motiviationsschub. Den jetzt startet das eigentliche Rennen. Den ersten HM sollte man ja gar nicht spüren, so war es auch, ich hatte lockere Beine und ich wusste mein Ziel (2:35) sollte sich ausgehen.

Unsere Gruppe wurde immer kleiner, immer wieder musste eine Abreissen lassen, ich kam mit dem Tempo gut zurecht, es lief!
Doch dann bei Kilometer 30 verlor ich meine Verpflegung , ich überlegte kurz, wendete dann aber doch und holte mir die Packung Fruchtpüree, da es doch noch beschwerliche 12 KM bis ins Ziel waren. Das Wenden und wieder anlaufen schmerzte, dennoch konnte ich rasch das aufgerissene Loch schließen.

Leider löste sich die Gruppe auf, ich musste alleine weiter, vor mir sah ich bereits die Gruppe mit Günter Schneider, im kleiner wurde der Abstand, es lief gut, die Beine waren noch locker, auch von Krämpfen keine Spur.

Meterweise schmolz der Abstand, bis ich dann bei KM 38 endlich aufschließen konnte, wir waren nun zu dritt. Eine Zeit unter 2:35 war nicht mehr möglich, aber die 2:35 müssen passen :-)

Schön langsam lies die Kraft nach, die Schritte wurden im schwerer die Luft immer knapper. Günter und ich kämpften gemeinsam bis KM 41 dann setzte er zum Endspurt an, ich kam nicht mit, so lies ich ihn ziehen. Ich versuchte mich noch vorzukämpfen, leider ohne Erfolg, im Endeffekt fehlten 3 Sekunden auf Günter und auf den Tiroler Meistertitel, mein zeitliches Ziel hab ich allerdings mit 2:35:14 erreicht :-) Mal schauen was im September in Berlin noch geht ;-)

Es war meine erste Meisterschaft und ich konnte gleich 3 Medaillen erlaufen
  • Bronze ÖSTM (M-35) => 6 sek Rückstand auf Silber
  • Tiroler Vizemeister => 3 sek Rückstand
  • Gold TM (M-35)

Die Siegerehrung der Tirolermeisterschaft entfiel mangels an Medaillen, diese bekam ich dann wenige Tage später per Post nachgeschickt :-D

Es war wiedermal ein toller Marathon in Linz, bei dem einfach alles gepasst hat, so kann's von mir aus weitergehen. Linz wird nächstes Jahr sicher wieder auf meiner Liste stehen das ist fix! Aber ab jetzt werden wieder ordentlich die Trails gerockt, meine Dosis Asphalt hab ich für heuer schon :-)




Montag, 6. April 2015

Stramilano 2015

Der erste Wettkampf 2015 führte mich nach Bella Italia, zählt man Südtirol nicht zu Italien :-) war es mein erstes Rennen auf italienischem Boden.
Danke meines Lauffreundes Michael Geisler wurde ich auf den Mailänder Halbmarathon Stramilano aufmerksam, Mailand eher bekannt als Modemetropole und Austragungsort der EXPO 2015, ist auch eine große Sportstadt, neben Fußball findet auch die Leichtathletik seinen Platz. Alleine beim 10km Lauf stehen mehr als 50TSD Starter an der Startlinie, es dauert ca. 2h bis man in Zielnähe die Straße queren kann :-)
Auch beim Halbmarathon treibt es ca. 6000 Laufbegeisterte nach Mailand.

Ich hatte das große Glück mit Michael zusammen anreisen zu können, so sparte ich mir die mühsame und bei mir meist chaotisch ablaufende Organisation :-) Außerdem hatten wir ausgiebig Zeit uns über Gott, Laufen und die Welt auszutauschen von mir aus hätten wir bis Sizilien fahren können :-P

Der nächste Hammer war unsere Unterkunft mitten in Mailand, unmittelbar in der Nähe des Startgeländes!
Michaels ehemaliger Studienkollege war so nett uns ein Appartement zu Verfügung zu stellen. Ein Appartement in dem normalerweise während der Fashion Week Modells wohnen :-)

Zusammen gingen wir nach unserer Ankunft noch eine Kleinigkeit Essen. Ich wollte mal was neues probieren und gönnte mir eine Pizza mit Kürbispesto und Schrimps. Es schmeckte irgendwie interessant  und wird vermutlich ein einmaliges Geschmackserlebnis bleiben :-P

Am Samstag stand Sightseeing am Programm. Bei traumhaftem Wetter (Sonnenschein 18 Grad) drehten wir noch eine schnelle kurze Runde im Park um die Beine auszulockern und das Start-/Zielgelände zu checken.
Mailand ist eine sehr imposante Stadt, auch abseits des modischen Epizentrums! Unser erstes Ziel war der Mailänder Dom, wo wir auch unsere Startunterlagen bekamen. Danach bummelten wir noch durch die Gassen, und checkten die Schaufenster der Modegötter, wo Sandalen soviel kosten wie ein Kleinwagen :-)
Wir tranken noch ein schnellen Espresso am Navigli Grande dann ging es auch schon wieder retour in unser Appartement.

Am Abend dann Pastaparty speciale, es gab anstelle von Pasta eine halbe Kuh! Steak Fiorrentina. Ich hatte bisher in meinem ganzen Leben noch nie so gutes Steak gegessen. Medium rare und zergeht auf der Zunge, der Hammer, mit Zurückhaltung in Bezug auf den anstehenden Wettkampf wurde es leider nix, das Fleisch muss weg :-D

Start am Sonntag war um 11 Uhr, da die Uhren eine Stunde vorgestellt werden, mussten wir aufpassen, dass wir da nicht Opfer eines Android / iOS Bugs werden, also schnell noch den Wecker meiner Suunto aktiviert, jetzt konnte nichts mehr schiefgehen.

Wie bereits erwähnt befanden wir uns nur wenige Meter vom Startgelände entfernt. Der 10km Lauf mit über 50000 Startern startete um 9 Uhr am Domplatz, somit hielt sich der Trubel am Stadion Sempione in Grenzen.
Ich hatte das Glück in der ersten Startreihe nach den Topathleten starten zu können, somit ein weiterer Stressfaktor weniger, relaxed drehten wir noch eine kurze Aufwärmrunde durch den Park und beobachteten den nicht enden wollenden Strom der 10km Läufer die sich vergebens versuchen ins Zielgelände zu drängen, die meisten geben auf und drehen frühzeitig ab :-)

Nun ging's aber los, um 11 Uhr ertönte der Startschuss und die 6000 Halbmarathonis setzten sich in Bewegung! Obwohl ich ganz vorne starten konnte, hatte ich anfänglich Probleme durch zu kommen und meine Pace zu laufen. Dann ging's aber los schnell formten wir eine kleine Gruppe, die ungefähr meinen geplanten Pace entsprach.
Alles lief super, Temperatur passte, Beine ok, Kreislauf in Schwung, so konnte es bis ins Ziel weitergehen. Aber leider kam es anders, bei km 12 musste ich leider die Gruppe ziehen lassen, ich konnte das Tempo nicht mehr halten, bis dahin liefern wir lt. meiner Uhr zwischen 3:23 und 3:26, ich musste dann zurückschrauben und lief nur mehr mit knapp über 3:30. Nach dem Hänger versuchte ich mich wieder heranzukämpfen, konnte dabei auch den ein oder anderen Läufer einholen, die Gruppe war aber nicht mehr erreichbar. Insgeheim hoffte ich noch auf die Sub 1:14:00, aber leider ging es sich nicht mehr aus. Wieder einmal machte mir meine GPS Uhr falsche Hoffnungen (Im Ziel hate ich 21,4 km stehen). Bei den nächsten Wettkämpfen werde ich definitiv GPS deaktivieren und mich wieder auf die KM Angaben an der Strecke verlassen, sonst ist am Ende der Frust wieder groß :-P

Der Event und Mailand selber ist ein Wahnsinn, da bleibt auch kein Platz für Frust oder Enttäuschung :-)
Das positive ist ich konnte meine persönliche Bestmarke aus dem Jahre 2008 um 12sek auf 1:14:27 verbessern :-)

So ging es guter Hoffnungen für Linz wieder Richtung Heimat, auf dem Heimweg noch in einem italienischen Autogrill Kohlenhydrate aufgetankt und bei Espresso/Cappuccino  nochmal italienischen Flair genossen, bevor uns zu Hause wieder Schnee, Regen und winterliche Temperaturen erwarteten :-(


Donnerstag, 19. März 2015

Asics Frontrunner Österreich Opening 2015

Am letzten Wochenende fand zum ersten Mal, dass Frontrunner Österreich Opening im Asics Headquarter in Salzburg / Bergheim statt.
Start war pünktlich am Freitag um 15:00, auf dem Programm standen eine Reihe von interessanten Vorträgen.
Den Start macht Dr. Thomas Sven Falle, welcher uns zum Thema "Laufen aus der Sicht der Medizin, Verletzungsprävention und Alternativtraining" auf den letzten Stand brachte und mir einige wichtige Dinge wieder in Erinnerung rief (da war doch was ;-)). Normalerweise neige ich bei Vorträgen dieser Art in einen Dämmermodus zu fallen, nicht hier, Thomas brachte das Thema spannend und unterhaltend rüber.
Im Anschluß zeigte uns Gesundheitsexpertin Vera Mair Formen des Alternativtraining, auch hier kamen wieder Erinnnerungen hoch. Im Praxisteil wurden einige Folterinstrument am Mann / Frau vorgezeigt. Neben der mittlerweile zum Standard Equipement eines jeden Läufers gewordenen Blackroll, gab es auch andere Geräte zum Probieren, Airex Matte und Miniband sind bereits in meinem Amazon Warenkorb :-)
Zwischen den Vorträgen und beim anschließenden gemeinsamen Abendessen hatten wir genügend Zeit uns dem Come Together zu widmen, es gab ja einiges an Zuwachs in unserer Community :-)
Ich muss schon sagen, ein buntgemischter Haufen der alles an Laufen abdeckt was es so gibt, so individuell jeder ist, verbindet uns doch die Liebe und die Aufopferung zum Sport. Die Gespräche motivierten und spornten an.
Es war wie in einer Selbsthilfegruppe, irgendwie kämpft jeder mit den gleichen oder ähnlichen Problemen, seien es diverse Verletzungen oder kompliziertes Zeitmanagement, welche mit unserer Leidenschaft einher gehen.

Am nächsten Morgen, stand eigentlich ein kurzes Morgenjoggerl am Programm, leider hab ich meinen Wecker am Handy falsch programmiert, so verschlief ich und stieß wie so manch anderer erst zum Frühstück dazu ;-)
Zurück im Headquarter in der Brandbox in Bergheim, präsentierte uns Bernhard die kommenden Asics Kampagnen inklusiver der Herbst/Winter Kollektion mit all seinen Highlights!
Asics gehört mittlerweilse zu den Top 3 Sportmarken der Welt!!!
Neben dem Laufen wird für 2016 der Bereich Training verstärkt promotet. Nicht Laufen um Fit zu sein, sondern Fit werden um zu Laufen heißt die Devise!
Den Abschluß machte Edith Zuschmann, besser bekannt als Running Zuschi, sie führte uns ein in die Welt der Social Media Dienste.
Wie man was mit Postings, Blogs und Tweets erreichen kann. Es gab einige sehr interessante Facts zu hören, die auch einem eingefleischten ITler wie mir neu waren ;-)

Zu schnell verflog die Zeit, schon war es 12 Uhr und die ersten machten sich auf den Weg zur österreichischen Staatsmeisterschaft im Crosslauf nach Rif.
Der Rest von uns, lies das nette Wochenende mit einem guten Mittagsessen ausklingen.

Allen in Allem war es ein großartiges Wochenende mit großartigen Persönlichkeiten die alle der Faszination Laufen verfallen sind. Ein Treffen anonymer Endorphinabhängiger :-)

Werde sicher dem ein oder anderen in dieser Saison sicher sprichwörtlich noch übern Weg laufen :-D
Bis dahin "It's a big world. Go run it!"


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Saisonende???

Die Wahl für das Abschlußrennen fiel heuer auf den Gaisbergtrail welcher im Zuge des Trailrunning Festivals in Salzburg statt fand.
Eigentlich wollte ich die Kombi mit dem Festungstrail am Samstag machen, leider kam ich aber nicht aus den Federn, die Bettanziehungskraft war zu groß :-)
Mit einer Stunde mehr Schlaf dank Zeitumstellung ging’s dann am Sonntag zeitig Richtung Salzburg.
Im Gegensatz zu unseren Breitengraden blieb Salzburg City vom Schneefall verschont, so auch der Trail, perfekte Bedingugen an einem herrlichen Sonn(en)tag.
Pünktlich um 9:30 startete das Rennen vom Kapitelplatz, zuerst starteten die besten Läufer der Kombiwertung, 15 min später dann die restlichen Teilnehmer.
Nach dem Start ging es kurz durch die Altstadt, dann über Treppen den Kapuzinerberg hoch, ich merkte gleich es läuft, ich fühlte mich fit, die Beine waren locker, heute ist ein guter Tag.
Bei den bergauf Abschnitten der Strecke hatte ich meine Probleme, meine Verfolgern kamen immer näher und schlossen schließlich auch auf. 
Ich versuchte bergab die verlorenen Meter wieder gut zu machen, das mir auch recht gut gelang. 
Ich wusste wenn ich am höchsten Punkt meine Position einigermaßen halten kann, hab ich gute Chancen ganz vorne mitzumischen :-)
Je länger die Anstiege dauerten, desto besser kam ich auch damit zurecht, den letzten Teil auf dem Weg zum Sender am Gaisberg konnte ich das Tempo sogar nochmals anziehen und mich an Frontmann hängen, dieser zog mich förmlich die letzten Höhenmeter den Gaisberg hinauf.
Ab dem Sender ging’s dann bergab, zum Glück aber nur streckentechnisch, ich zog durch. Ich flog geradezu den Berg hinunter und machte einiges gut, auch die letzten flachen Kilometer kamen mir entgegen. Ich lies es nochmal so richtig schon krachen!
Mein gutes Gefühl täuschte mich nicht, ich lief als 5ter, mit einer Zeit knapp unter 2:04 am Kapitelplatz ein. Ich war mehr als zufrieden, als Erster der Verfolgergruppe auf Platz 5 einlaufen und das obwohl wir 15min später starteten!!! Es bestand also noch durchaus die Möglichkeit am Ende weiter vorne zu landen :-D
Bevor ich mich umzog, genoss ich noch den sonnigen Tag an der Stieglbar mit ein paar alkohlfreien Bieren.
Als ich dann nochmal die ausgehängte Ergebnisliste sah, konnte ich es kaum fassen, aber es reichte tatsächlich für Platz 3, hinter Robert Gruber und Jono Wyatt :-)


Ja, so stell ich mir den Saisonausklang vor, das motiviert natürlich für die Ziele im kommenden Jahr ;-)

Ergebnisliste




Mittwoch, 15. Oktober 2014

Meine persönliche Tour der Leiden …

… und das bis auf letztes Jahr, Jahr für Jahr. Bereits zum 8ten Mal führt mich die Tour an meine physischen Grenzen, danke!
Ich muss schon eine masochistische Ader haben, sonst würd ich mir das nicht jedes mal auf Neue antun :-) Aber NO PAIN NO GAIN, Pain war jedenfalls wieder zu Genüge vorhanden :-P


Nun das Ganze aber nocheinmal chronologisch aufgerollt.


Tag 1., Der Söller 10er
Dieser Bewerb dient als Warm-Up, dieses Jahr wurden die 3 Runden entgegen dem Uhrzeigersinn gelaufen, d.h. der kurze steile Anstieg kam gleich zu Beginn und bremste uns gleich nach dem Start ein.
Ich ging die erste Runde etwas zu schnell an, die 2te und dritte liefen dann besser. War aber froh das nach 10km Schluß war. Man (oder nur ich?) läuft ja trotzdem auf Anschlag, denn besser wird’s am 2ten Tag ohnehin nicht.
Ich konnte meine Klasse sogar gewinnen, zog aber das frühere Schlafen gehen der Preisverteilung vor (wie auch die meisten anderern Gesamtstarter).
Ich ging zufrieden und mit einem sehr guten Gefühl für den Marathon ins Bett. Sollte es morgen eventuell doch anders, als in den vergangenen Jahren lauifen? Ich war guter Dinger und voller Energie :-)


Tag 2., Der Kaisermarathon
Diesmal begleitete mich auch meine Familie, das gibt nochmal einen ordentlichen Motivationsschub, schließlich will man seine extra mitgereisten Fans nicht enttäuschen :-)
Durch unser optimales Zeitmanagement schafften wir es sogar pünkltich zum Start, mir blieben genau 3min um meine Stöcke wieder vom Rucksack zu demontieren, nachdem Kaindl Martin (der Veranstalter) verkündete, dass diese beim Marathon und morgen beim Pölven-Trail nicht erlaubt seien :-(
Leider ist auch meine Trinkblase nicht mehr augetaucht, die hat die Siedelei ins neue Haus nicht überlebt ;-) Somit war der Rucksack etwas übertrieben für meine 2n Hofer Früchtepüree Beutel, na was soll’s schaut zumindest schnittig aus :-)
Die relativ flache Teilstrecke bis Going war kein Problem, gutes Tempo, Resurcen geschont. Beim ersten Anstieg musste ich aber leider schon teilweise auf Gehmodus schalten, da sich schon wieder Krämpfe (in der Wade) abzeichneten. Das kann es doch nicht sein, warum schon wieder? Ich hab getrunken, Basenpulver Tabletten alle 1h eingeworfen, alles umsonst wieder dasselbe Leiden wie in den Jahren davor.
Wie auf Eiern lief ich bis Hexenwasser durch! Trotz zuckender Wadenmuskulatur hielt ich bis dort die 10te Positin, eigentlich nicht schlecht, doch bereits jetzt wusste ich, dass der letzte Anstieg wieder einem Ausflug in die Hölle gleichkommen wird.
Leider kam es so, wie von mir befürchtet, ab der steilen Rampe war nix mehr los in der Hos. Aus Ende Finito, wieder einmal konnte ich es einer Frau nachfühlen ein Kind zu gebähren. Krämpfe überall wo man sich das nur bzw. nie vorstellen konnte.
Ich erreichte das Ziel, ja, aber wie weiß ich nicht mehr, gehen, stehen, kriechen, fluchen, ich war am Ende :-(
Nach 20min im Sani-Zelt mit helfenden Sanitätern, die abwechselnd versucht haben meine Krämpfe zu lösen (mehr oder weniger erfolglos), wagte ich mich wieder in die Senkrechte. Kurz noch die Ziellabe geplündert, dann ging es schon wieder einen Stock tiefer zum Hexenwasser. Die Kinder konnten das schöne Wetter noch ausnutzen und im Wasser plantschen. Ich nahm das obligatorische Kaltwasserbad zur Freude meiner angeschlagenen Muskulatur.
Am Abend wurden diese noch kräftige eine Stunde lang von meiner Schwiegermutter durchgewalkt. Das war eine Wohltat, die Frau hat heilende Hände, nach dem Schmerz kam die Erleichterung, die letzten Verklebungen der Faszien wurden gelöst :-)
Nach einem Blech selbstgemachter Pizza ging es dann zeitig in die Heia, ich glaub ich hab schon eingeschlafen bevor ich richtig gelegen bin :-)


Tag 3., Der Pölven Trail
Das Finale wartet mit einem Novum auf, der Pölven Trail ersetzt den Halbmarathon am letzten Tag. Die Erwartungen waren hoch, da jeder im Vorfeld von der Strecke schwärmte. Ich lies mich überraschen. Überrascht war ich auch von meinem Zustand! Nach dem physischen Totalschaden gestern, rechnete ich mit dem Schlimmsten, aber nichts (na gut fast nichts ;-))  war mehr zu spüren. Der Muskelkater war erträglich und aus meiner Erfahrung weiß ich, dass dieser nach den ersten 100m nicht mehr wahrgenommen wird.
Ich muss sagen, Erwartungen vollends erfüllt. Eine abwechslungsreiche Strecke welche großteils im Wald verläuft, Anstiege mit knackigen Rampen, technisch anspruchsvolle Singletrail-Downhills. Sprich alles was ein Trailrunners Herz begehrt :-)
Die Runde war die Entschädigung für die Schmerzen und der Enttäuschung des Vortags!!!


Alles in allem war es wieder einmal eine tolle Veranstaltung, nachdem diese in den letzten Jahren eher qualitativ nachlies, war sie heuer wieder top organisiert. Reichlich gefüllte Labstation mit allem was man sich im Ziel nach einem Rennen erwartet! Speziell der Apfelstrudel (der längste der Welt) war ein Hammer!!!


Nach dem verpatzten Marathon bin ich dennoch mit meiner Gesamtplatzierung sehr zufrieden.
Mit einer Gesamtzeit von 6:46:05 erreichte ich den 12ten Rang (in meiner Klasse Rang 2).
RaceResult














Mittwoch, 17. September 2014

Karwendelmarsch 2014

Wie bereits in den Jahren zuvor, so war auch in diesem Jahr trotz aller Hektik der Karwendelmarsch ein Pflichttermin!
Mein Fokus in der heurigen Saison steht eindeutig auf Leistungserhalt, mehr ist einfach nicht drinn. Nichts desto Trotz lief die Vorbereitung gut, einmal die Woche ging sich ein längerer Trail aus, ich fühlte mich fit, alles Bestens :-)
Wie schon in den letzten 2 Jahren, konnte ich auch diesesmal wieder mit meinen Freunden des Sportalpen Teams am Vortag anreisen. Diesmal musste ich aber selber bis Wiesing fahren und dort mein Auto parken, da ich vermutlich nach dem Rennen gleich nach Hause muss, da die Terrasse fertiggemacht werden muss, und unser Pflasterer nur am Samstag Zeit hat :-|
In Scharnitz traf ich dann bei der Abholung der Startnummer noch einen Kollegen aus meinem Nachbarort und Thomas  Farbmacher (war beim Achensee Trailrunning Camp dabei) zusammen gingen wir dann noch in die ortsansässige Pizzeria essen.
Es war dieselbe Lokalität die wir auch 2012 aufsuchten, schon damals war die Wartedauer nicht ohne. Doch die wurde heuer locker getopt :-) Geschlagene 2 gefühlte 5 Stunden durften wir auf unsere Gerichte warten. Bei mir war inzwischen der Hunger verflogen, so wurde die Nahrungsaufnahme zum Kampf, die Speicher müssen ja gefültl werden, außer dem Frühstücksmüsli und einen Sack Pistazien hatte ich noch nix intus. Also Augen zu, Mund auf und rein mit Salat, Spaghetti und Pizza.
Trotz der späten und üppigen Nahrungsaufnahme war der Schlaf sehr gut und erhols- äh verdausam.
In der Früh war ich noch immer so abgefüllt, dass das Müsli nur schwer runter wollte, noch 2 FitRabbit zum Runterspülen dann ging’s schon Richtung Start. Ich war froh, dass mich Thomas und sein Bruder mitgenommen haben, so musste ich nicht so früh wie Sportalpen am Start sein, zu dieser frühen Tageszeit zählt jede Minute :-)
Traditionell setzte zum Start auch leichter Nieselregen ein, wieder ein Start mit Plastiksackerl (Regenponcho). So ging es raschelnd den Sonnenaufgang entgegen Richtung Pertisau.
Das Tempo passte gut, hatte ein gute Gruppe gefunden (zusammen mit Thomas), zum Glück hielten sich alle zurück, so konnte ich meine schweren vollen Magen etwas Ruhe gönnen (jedes Jahr der gleiche Dreck :-( nächstes Jahr mach ich’s SICHER anders!).
Da ich im neuen Haus meine Trinkblase nicht gefunden habe, musste ich auf eine 500ml Softflask wechseln, war etwas ungewöhnt, da ich nur eine hatte und so gewichtsmässig eine leichte Dysbalance herrschte ;-)
Nur 500ml Sportslab Mineralstoff, da hieß es haushalten mit der Ration, aber bei den herrschenden milden Temperaturen sollte ich locker das auslangen finden.
Karwendel war geschafft nun ging es zügig bergab, den Streckenteil liebe ich, zusammen mit Thomas liesen wir es ordentlich krachen, und machten einige Plätze gut.
Ausnahmsweise musste ich diesesmal nicht austreten, somit ganz einfach mal min. 30sek gespart :-D
Der nächste Anstieg Richtung Falkenhütte war immer eine Schlüsselstelle, Krampf oder nicht Krampf das ist hier die Frage!
Fast Krampf!!! Also frühzeitig auf Gehmodus geschalten und das schlimmste verhindert! Auch auf die Falkenhütte konnte ich Plätze gut machen, so auch auch auf der Querung und dem Downhill Richtung Eng.
Weiterhin krampfrei, meinem Magen ging es immer besser und besser, perfekt! Der letzte Anstieg auf den Gramai Hochleger ist immer der letzte Kick, vor allem der letzte Teil, je steiler desto geiler!
Da ich den kompletten Anstieg durchlaufen konnte, konnte ich mich auch von Thomas etwas lösen.
Bergab dann mit etwas angezogener Handbremse, das rechte Wadl zuckt schon immer wieder, jetzt nur keinen Krampf bis zur Gramaialm, von dort kann und darf nichts mehr passieren!
Geschafft krampfrei die Alm erreicht nun mit Vollgas Pertisau entgegen.
4:39:32 (Gesamt 4ter, 2ter Klassenrang) waren’s dann im Endeffekt, ich bin zufrieden, schneller als die letzten Jahre nPB, eben weil ich diesesmal nicht in die Büsche musste :-)
Diesesmal war ich echt froh dass das Wetter nicht so toll war, so hatt unser Pflastermeister abgesagt und ich konnte noch ein wenig länger im Ziel verweilen.
Gratulation an die ersten 3, Thomas Bosnjak, Markus Kröll, Markus Stock und Thomas Farbmacher als hervorragenden 5ten!

Also see you next year at Karwendelmarsch 2015 :-)




http://www.movescount.com/moves/move39446609