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Mittwoch, 17. September 2014

Karwendelmarsch 2014

Wie bereits in den Jahren zuvor, so war auch in diesem Jahr trotz aller Hektik der Karwendelmarsch ein Pflichttermin!
Mein Fokus in der heurigen Saison steht eindeutig auf Leistungserhalt, mehr ist einfach nicht drinn. Nichts desto Trotz lief die Vorbereitung gut, einmal die Woche ging sich ein längerer Trail aus, ich fühlte mich fit, alles Bestens :-)
Wie schon in den letzten 2 Jahren, konnte ich auch diesesmal wieder mit meinen Freunden des Sportalpen Teams am Vortag anreisen. Diesmal musste ich aber selber bis Wiesing fahren und dort mein Auto parken, da ich vermutlich nach dem Rennen gleich nach Hause muss, da die Terrasse fertiggemacht werden muss, und unser Pflasterer nur am Samstag Zeit hat :-|
In Scharnitz traf ich dann bei der Abholung der Startnummer noch einen Kollegen aus meinem Nachbarort und Thomas  Farbmacher (war beim Achensee Trailrunning Camp dabei) zusammen gingen wir dann noch in die ortsansässige Pizzeria essen.
Es war dieselbe Lokalität die wir auch 2012 aufsuchten, schon damals war die Wartedauer nicht ohne. Doch die wurde heuer locker getopt :-) Geschlagene 2 gefühlte 5 Stunden durften wir auf unsere Gerichte warten. Bei mir war inzwischen der Hunger verflogen, so wurde die Nahrungsaufnahme zum Kampf, die Speicher müssen ja gefültl werden, außer dem Frühstücksmüsli und einen Sack Pistazien hatte ich noch nix intus. Also Augen zu, Mund auf und rein mit Salat, Spaghetti und Pizza.
Trotz der späten und üppigen Nahrungsaufnahme war der Schlaf sehr gut und erhols- äh verdausam.
In der Früh war ich noch immer so abgefüllt, dass das Müsli nur schwer runter wollte, noch 2 FitRabbit zum Runterspülen dann ging’s schon Richtung Start. Ich war froh, dass mich Thomas und sein Bruder mitgenommen haben, so musste ich nicht so früh wie Sportalpen am Start sein, zu dieser frühen Tageszeit zählt jede Minute :-)
Traditionell setzte zum Start auch leichter Nieselregen ein, wieder ein Start mit Plastiksackerl (Regenponcho). So ging es raschelnd den Sonnenaufgang entgegen Richtung Pertisau.
Das Tempo passte gut, hatte ein gute Gruppe gefunden (zusammen mit Thomas), zum Glück hielten sich alle zurück, so konnte ich meine schweren vollen Magen etwas Ruhe gönnen (jedes Jahr der gleiche Dreck :-( nächstes Jahr mach ich’s SICHER anders!).
Da ich im neuen Haus meine Trinkblase nicht gefunden habe, musste ich auf eine 500ml Softflask wechseln, war etwas ungewöhnt, da ich nur eine hatte und so gewichtsmässig eine leichte Dysbalance herrschte ;-)
Nur 500ml Sportslab Mineralstoff, da hieß es haushalten mit der Ration, aber bei den herrschenden milden Temperaturen sollte ich locker das auslangen finden.
Karwendel war geschafft nun ging es zügig bergab, den Streckenteil liebe ich, zusammen mit Thomas liesen wir es ordentlich krachen, und machten einige Plätze gut.
Ausnahmsweise musste ich diesesmal nicht austreten, somit ganz einfach mal min. 30sek gespart :-D
Der nächste Anstieg Richtung Falkenhütte war immer eine Schlüsselstelle, Krampf oder nicht Krampf das ist hier die Frage!
Fast Krampf!!! Also frühzeitig auf Gehmodus geschalten und das schlimmste verhindert! Auch auf die Falkenhütte konnte ich Plätze gut machen, so auch auch auf der Querung und dem Downhill Richtung Eng.
Weiterhin krampfrei, meinem Magen ging es immer besser und besser, perfekt! Der letzte Anstieg auf den Gramai Hochleger ist immer der letzte Kick, vor allem der letzte Teil, je steiler desto geiler!
Da ich den kompletten Anstieg durchlaufen konnte, konnte ich mich auch von Thomas etwas lösen.
Bergab dann mit etwas angezogener Handbremse, das rechte Wadl zuckt schon immer wieder, jetzt nur keinen Krampf bis zur Gramaialm, von dort kann und darf nichts mehr passieren!
Geschafft krampfrei die Alm erreicht nun mit Vollgas Pertisau entgegen.
4:39:32 (Gesamt 4ter, 2ter Klassenrang) waren’s dann im Endeffekt, ich bin zufrieden, schneller als die letzten Jahre nPB, eben weil ich diesesmal nicht in die Büsche musste :-)
Diesesmal war ich echt froh dass das Wetter nicht so toll war, so hatt unser Pflastermeister abgesagt und ich konnte noch ein wenig länger im Ziel verweilen.
Gratulation an die ersten 3, Thomas Bosnjak, Markus Kröll, Markus Stock und Thomas Farbmacher als hervorragenden 5ten!

Also see you next year at Karwendelmarsch 2015 :-)




http://www.movescount.com/moves/move39446609

Sonntag, 1. September 2013

Karwendelmarsch - Der Kampf mit dem Krampf

Voll motiviert ging es für am Freitag Richtung Scharnitz. Die Probleme mit meiner Achillessehne gehören der Vergangenheit an und ich konnte die letzten Wochen konsequent trainieren.
Zusätzliche motivierend wirkte das prognostizierte Wetter, man glaubt es kaum, aber nach Jahren des Regens soll uns nun endlich Sonnenschein entlang des Karwendels begleiten. Da es immer wieder nieselt, ein kalter Wind weht und dichte Wolken sich am Himmel stauen, glaub ich es erst an schönes Wetter, wenn ich es morgen am Start live sehe bzw. spüre :-)
Auch die Organisatoren beweisen Mut indem sie das Startgeschenk, einen Regenponcho, erst wieder im Ziel austeilen ;-)
Ich reiste zusammen mit der Sportalpen Crew, am frühen Abend bezogen wir in Seefeld unsere Unterkunft. Nach dem obligatorischen Willkommens-Schnapserl ging's dann zur Pizzeria Richtung Zentrum.
Wie letztes Jahr bestand mein Carboloading aus Spagetti Alio Olio und einer Pizza. Mehr ging einfach nicht rein, hatte nicht einmal Gelüste auf ein Eis, welches neben der Pizzeria aus der Gelaeria herüberlachte.
Beim Essen trafen wir dann noch Kröll Markus, hatte ein längeres interessantes Gespräch mit, zur Zeit scheint er es nicht so leicht zu haben. Er entschloss sich dann auch mit mir morgen zusammen die Strecke in Angriff zu nehmen, da er sich auch zu Beginn zurücknehmen will um für hinten raus noch gengügend Körner zu haben.
Um ca. 21:30 waren wir dann wieder auf unseren Zimmern, noch schnell alles für morgen vorbereiten, damit es in der Früh schnell geht, Tagwache 4:30, Abfahrt nach Scharnitz 4:50, somit 22:00 lights out.
Etwas gerädert ries mich dann der Handywecker am nächsten Tag aus dem Bett, wurde immer wieder munter da mir die jeweilige Schulter auf der ich lag zu schmerzen began, das hatte ich noch außerdem war ich harte Matratzen gewohnt, na Hauptsache die Beine sind fit :-)
Schnell noch mein Müsli gegessen und ganz wichtig Honigbrot mit Banane, 2 FitRabbit zum drüberstreuen und dann abmarsch Richtung Start.
Auf der Fahrt nach Scharnitz machte sich schon mein Magen bemerkbar, irgendwie war das gestern abend doch zu spät und dann noch zuviel, noch eine Stunde bis zum Start, das wird schon werden :-)
Leider besserte sich mein Zustand nur minimal, auch das Einlaufen kurbelte nicht die Darmaktivität an, ich musste wohl oder übel so überladen starten, vermutlich wird's mich dann während des Rennens zumindestens einmal in die Büsche treiben :-)
Um Punkt 6 Uhr ertönte der Startschuss bei klarem Himmel, kein Regen in weit und breit, Premiere heute gibt's das Karwendelgebirge mal auch zu sehen :-)
Vom Start weg, lief Markus Kröll mit mir, wir gingen es relativ gemächlich an, die Führungsgruppe war ungefähr 1-2 min voraus, beim Anstieg zum Karwendelhaus musste ich dann mal abreißen lassen, irgendwie bekam ich meinen Magen nicht unter Kontrolle. Ich konnte dann wieder aufschliessen, wir passierten zusammen den ersten höchsten Punkt, auch das bergab ging's zusammen wir könnten Läufer um Läufer einholen.
Beim 2ten Anstieg auf die Falkenhütte musste ich Markus dann aber ziehen lassen, ich musste das Tempo rausnehmen, es war erst ca. die Hälfte des Rennens vorbei, ich durfte nicht overpacen. Dennoch schaffte ich den Anschluß an die nächste Läufergruppe in welcher sich auch der Europameister im 24h Lauf Florian Reus, ich konnte diese sogar überholen, bis ja bis ich dann kurz vor der Falkenhütte meine Waden spürte. Zuerst ein leichtes Zucken dann immer heftiger und zum Schluß fuhren die Krämpfe dann richtig ein, ich rettete mich noch bis zur Falkenhütte, aber die nächsten Kilometer waren nicht mehr so lustig, laufen war wenn dann nur sehr langsam und vorsichtig möglich. Ich war frustriert und verärgert zugleich, ich war auf Falkenhütte 7min schneller als im Vorjahr! und dann das :-(
Von dort weg war dann auch der Wurm drinnen, der Kopf war nicht mehr frei.
Ab der Eng ging es aber dann wieder besser, so konnte ich den letzten Aufstieg auf den Hochleger bis auf das letzte steile Schlußstück durchlaufen, schaffte es auch noch 2 Läufer zu überholen.
Der Trail talwärts Richtung Gramai war dann wieder ein Lauf auf rohen Eiern ;-) Irgendwie schaffte ich es dann doch ohne Krampfattacken ins Tal, von dort konnte ich mich dann nocheinmal motivieren und den Motor hochdrehen! Mit eine knappen 4:00 Schnitt lief ich dann Richtung Ziel. Ich hatte den Vorteil knapp vor mir noch einen Läufer zu haben, an den ich mich ranhängte und Meter um Meter gut machte, ca. 3km vor dem Ziel konnte ich ihn auch noch überholen.
Ich nutzte das Adrenalin und drückte nochmal auf die Tube und holte raus was noch ging! Leider kam aber niemand mehr in Sichtweite. Ca. 100m vor dem Ziel schoßen dann wieder die Krämpfe ein, jetzt hieß es nochmal Zähne zusammenbeissen, lächeln und winken ;-)
Mit einer Zeit von 4:40:43 (Gesamtrang 9, Klasse 4) war ich etwas längsamer als im Vorjahr, war aber nicht ganz so zufrieden, es hat mich halt extrem gewurmt, dass es bis zur Falkenhütte so gut lief (trotz rebellierendem Magen), but that's life, and sometimes life's a bitch!
Markus Reich
Ergebnisliste
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