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Freitag, 19. Juni 2015

Vitalmonitor

Regeneration mit Ziel

Schon früher habe ich mittels Herzratenvariabilität mein Training gesteuert. Besonders damals, als ich noch mitten imTriathlon-Training stand. Dann aber nahm das Laufen Überhand, ich kaufte mir eine neue Pulsuhr und irgendwie stellte ich meinen Plan darauf um, nach Gefühl zu trainieren. Mit der Familiengründung, dem Hausbau, dem Nebenjob und meinen Running-Events wurde das mit dem Training – nun ja – etwas komplizierter. Zeitmanagement wurde zu einem immer wichtigeren Faktor in meinem Leben. Als mir ein Freund dann von dem Vitalmonitor erzählte, wusste ich sofort, dass ich dieses Teil ausprobieren musste.

Vitalmonitor zur Wettkampf-Vorbereitung

Vitalmonitor um die Brust
Der Vitalmonitor im Einsatz
Die Rezensionen auf der Webseite verstärkten den Eindruck, den mir mein Laufkollege beschrieben hatte. Also fand der Vitalmonitor direkt seinen Weg in die Vorbereitung für das Salomon 4 Trails Event. Endlich hatte ich wieder die Möglichkeit meinen Stress zu messen und meine körperliche Situation genau einzuschätzen. Wie wird sich mein regelmäßiges Schlafdefizit auf dieRegeneration auswirken? Wie sieht es mit Stress in der Firma aus? Der Vitalmonitor ist nicht nur die perfekte Ergänzung fürs Bauchgefühl, sondern sorgt auch für die wichtige Gewissheit.

Die Anwendung

Die Anwendung des Vitalmonitors ist simpel. Den speziell für die HRV-Messung entwickelten Brustgurt anlegen, die App fürs Smartphone und/oder Tablet (auf iOS & android kompatibel) installieren und sich selbst in eine ruhige Lage bringen. Nach drei Minuten „Kennenlernzeit“ und ein paar eingegebenen Daten zu Schlafdauer, Gewicht & Co. später ist die ersteEinstiegs-Messung erledigt. Was folgt, ist eine mehrtägige Kalibrierungsphase mit täglichen Morgenmessungen, die es dem System ermöglicht, sich perfekt auf den Körper einzustellen. Als die ersten verwertbaren Ergebnisse fest standen, war ich überrascht!

Die Auswertung

Auswertung Vitalmonitor
Eine gute Auswertung der Daten fördert den Trainingserfolg.
Der Vitalmonitor stellte fest, dass meine Trainingseinheiten bisher zu wenig intensiv waren. Also gab es keinen Grund dafür, weiter den „Schongang“ einzulegen. Die Steigerung der Intensität brachte bald erste Früchte und die Trainingsleistung zeigte einen Aufwärtstrend. Vielleicht braucht es manchmal eben diesen „Schubser“, den normalerweise ein Trainer übernimmt. Die Anwendungsbereiche des Vitalmonitors hören beim Training übrigens noch lange nicht auf. Einerseits lassen sich damit auch unter Tags Statusmessungen durchführen und andererseits bietet das System eine Plattform, auf der sich Trainer und Sportler direkt austauschen können.

Mein Fazit zum Vitalmonitor

40 Stunden im Hauptjob, 15 weitere im Nebenjob und daneben noch 10-15 Stunden Training in der Woche. Bei durchschnittlich sechs Stunden Schlaf am Tag verlangt das ein perfektes Zeitmanagement und danach, auf seinen Körper zu hören. Der Vitalmonitor unterstützt mich optimal bei dieser Aufgabe. Durch die tägliche Messung schaffe ich es, das Training noch besser und effizienter zu steuern und gleichzeitig ein Auge auf meine Work-Life Balance zu  haben, um Stress keine Chance zu geben. Denn den größten Stress macht man sich bekanntlich ja selber.

Freitag, 18. Juli 2014

Asics GEL-Fuji Trainer 3

Beim Salomon 4trails hatte ich die Chance meine neuen Asics Trainer auf Herz und Nieren zu testen! 
Das regnerische Wetter und die Trails waren ideal um den Schuh auf den Zahn zu fühlen :-)

Ich bekam den Schuh ca. 1 Woche vorher und konnte ihn schon einmal etwas einlaufen. Das erste Gefühl war sehr gut, der Trainer ist im Zehenbereich etwas breiter geschnitten als die Fuji Modelle GEL-Fuji Racer und GEL-Fuji Sensor, welche auch vom Abdruck einiges direkter sind.
Der Trainer ist unter den genannten Fuji Modellen der “Wohlfühlpatschen”. Es ist ein sehr dynamischer Schuh mit geringer Sprengung und gutem Gewicht. Nach dem Motto sitzt passt und hat Luft lassen sich mit dem Schuh auch schwierige Trails rocken. Der Grip ist ok, bei nassen Steinen, Wurzeln bzw. Baumstämmen ist aber Schluß!
Ich kam mit dem Trainer jedenfalls auf allen 4 Etappen sturzfrei und sicher ins Tal!

Bewährt hat sich auch die praktische “Garage” für die Schuhbänder, welche in allen Modellen der Fuji Serie zu finden ist. Somit kann es nicht passieren, dass man sich an Ästen usw. verhängt und böse stürzt.

Das Obermaterial (Mesh) ist luftdurchlässig, schnelltrocknent und widerstandsfähig, hat den 4 Etappen durch Dreck, Matsch und Felsen ohne Probleme getrotzt.

Was der Schuh auf den Trails leistet bringt er auch auf die Straße, ein Hybrid durch und durch.

Fazit: Ob Trails in den Bergen, oder glatter heißer Asphalt der Schuh meistert jede Situation. Maximale Stabilität und Dämpfung auf minimales Gewicht und geringer Sprengung getrimmt was will man mehr. Der Schuh garantiert Laufspaß pur!




Sonntag, 7. Juli 2013

Suunto Ambit 2 S

Als Suunto im Frühjahr 2012 die Ambit auf den Markt brachte, war die Nachfrage enorm. Bis in den Herbst  hinein war es schwierig Uhren zu bekommen!
Die Uhr setzte neue Standards im Bereich GPS / Pulsuhr, die Konkurrenz hinkte und hinkt nun wieder hinterher.

Mit der 2er Serie sollte noch einmal ein Sprung nach vorne passieren, nicht großartig auf Messen vorangekündigt, kamen die Modelle plötzlich in den Handel :-) Die Gründe dafür kenne ich nicht, es kann aber durchaus sein, dass man die Modelle nicht an die große Glocke hängen wollte, um die Besitzer der Ambit nicht allzusehr zu verärgern, da es mit dem Launch der neuen Ambits auch die Info gab, dass es keine Updates mehr für die Ambit 1 geben wird :-(
Verständlicherweise erzeugte dies einen großen Unmut in der Community, viele waren verwundert, da ja angepriesen wurde durch die Möglichkeit von Updates die Uhr auf lange Dauer "up to date" zu halten.
Nach dem großen Aufschrei gab Suunto bekannt nun doch noch ein finales letztes Ambit 1 Update 2.5 zu veröffentlichen um Funktionen wie z.B. die Anzeige des Batteriestandes in % nachzurüsten.

Nun aber zu den interessanteren technischeren Details :-)

Die Ambit hat neue Knöpfe bekommen ,diese wurden von den Tauchuhren übernommen und sind um einiges hochwertiger und bedienerfreundlicher, als die der Ambit der ersten Generation.

Die Auflösung des Displays ist auch einen Tick schärfer, so eine Art Ambit Retina ;-) Leider flackert dieser leicht wenn man in einem gewissen Winkel drauf schaut (ich benutze den schwarzen invertierten Hintergrund).

Suunto hat es mit der Ambit 2 und dessen Schwimmfunktion geschafft, dass ich nach langer langer Zeit wieder einmal im Hallenbad meine Längen zog. Dabei muss man wissen, dass ich das Wasser (speziell mit Chlor versetzt) meide, wie der Teufel das Weihwasser. Ich gehöre zu der Kategorie Bleiente, bei mir fehlt schlicht das Schwimmgen :-) Trotz alledem muss ich zugeben, dass die Auswertefunktionen einen gewissen Reiz haben und mich über die Qualen hinweg sehen lassen. Das Zählen der Längen passt, die Anzahl der Strokes auch, alles sehr sehr interessant, einzig die Erkennung des Schwimmstils (Brust, Frei) funktionierte nicht ganz, wobei ich mir sicher bin, dass dies nicht an der Software liegt ;-)
Interessant ist die Ermittlung des SWOLF Wertes (Indikators für die Schwimm-Effizienz).
Dabei handelt es sich um die Zeit in Sek. die für eine Beckenlänge benötigt wird inkl. der Anzahl der Züge, also z.B. 25m Becken, 40 sek, 15 Züge ergibt einen SWOLF Wert von 55

Ein Super Feature ist auch der Multi Sport Mode, man kann sich individuell Sportarten aneinanderreihen und per Druck auf die (3 sek.) auf die BACK LAP Taste springt man auf die nächste Sportart! Dieses Feature ist vor allem für Triathleten der Hammer!

Leider zeichnet die Uhr keinen Anstieg und Abstieg mit auf! Man kann zwar eine App installieren, welche dies anhand der GPS Höhe berechnet und darstellt, diese Werte werden in Movescount aber nicht in der Übersicht angezeigt, es ist somit nicht möglich über diese Werte zu summieren, z.B. wenn ich sehen will wieviele Höhenmeter ich letzte Woche zurückgelegt habe :-(
Ich habe hierzu bereits Suunto kontaktiert, da es m.M.n. kein Problem sein darf, diese Werte anhand der GPS Höhe zu berechnen und darzustellen! Lt. letzter Information von Suunto wurde dieses Feature Request an den Ambit Produktmanager weitergegeben!

Durch die Erweiterung des Befehlsatz für die Entwicklung von Apps sind nun sehr komplexe Anwendung erstellbar, z.B. im Schwimmmodus das pro Wende im Becken ein Beep ertönt und der Display aufleuchtet.

Es gibt auch eine App welche in Kombination mit dem Mini Foot Pod die ideale Schrittfrequenz ermittelt und  die Abweichung anzeigt, ich nutze diese für Natural Running Einheiten bei denen ich speziell auf die Kadenz achte.

Da die Batterielaufzeit deutlich unter der ihres großen Bruders (Ambit2 bzw. Ambit), ist es besser die Uhr nach längeren Einheiten aufzuladen um sich am nächsten Tag den Ärger einer abgebrochenen Trainingseinheit zu ersparen ;-) Lt. Spezifikation liegt die Laufzeit der Uhr bei ca. 16h (im Vergleich die Ambit2 hat Saft für 50h!).

Mein Fazit: Die Ambit2S ist eine Top Uhr und mit seinen farblichen Ausführungen (Lime, Red) ein optischer Höhepunkt, welcher durch seine schmalere Form durchaus auch auf zarte Frauenhände passt :-) Für den erfahrenen Trailrunner muss aber die Ambit2 sein, denn die Aufstiegs-/Abstiegsdaten (Höhenmeter) nerven, da keine kumulierte Sicht dieser Daten über Movescount (zur Zeit) möglich ist.
Auch die geringere Akkulaufzeit stört, mir ist speziell bei Multisporteinheiten schon öfters der Saft ausgegangen, ärgerlich :-(




Montag, 29. April 2013

FitRabbit - Versuchskaninchen

Ich hatte das große Glück einer der 50 Testpersonen zu sein, welche FitRabbit ausgiebig testen durften!
Mit 1 Box á 20 Beutel konnte ich mich selber von der angepriesenen Wirkung überzeugen.

Von der Wirkung von Nitrat auf die Ausdauerleistung wurde bereits in einigen Studien bewiesen und in immer mehr Produkute aufgenommen (neben FitRabbit gibt es auch Produkte von Sponsor und Greif ...). Weiters wird Nitrat auch in blutdrucksenkenden Medikamenten verwendet.

Ein hoher Nitratgehalt in Gemüse und Salat ungesund ist, ist eigentlich das Nitrat selber nicht ungesund, sondern das Abbauprodukt des Nitrats die Nitrite (durch Mikroorganismen). Nitrite sind an der Bildung kanzerogener Nitrosamine beteiligt. Rote Beete enthält außerdem viel Oxalsäure, die Ausgangspunkt für die Bildung von Nierensteinen sein kann, dachte ich, es gibt aber aktuellere Studien die dies revidieren:
Bis vor wenigen Jahren wurden Nitrat und Nitrit als unerwünschte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln
und Trinkwasser angesehen. Nitrat und Nitrit kann zusammen mit Protein N-Nitrosamine bilden,
welche grundsätzlich eine krebserregende Wirkung haben. Daher wurden Nitrat und Nitrit, v.a.
aufgrund von Tierversuchen, mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht und
verschiedene Länder führten Grenzwerte für Nitrat in Gemüse und Trinkwasser ein. Diese
ursprüngliche Sorge hat sich jedoch nicht bestätigt und sowohl die Europäische
Lebensmittelsicherheitsbehörde wie das Bundesamt für Gesundheit gaben inzwischen
grundsätzlich Entwarnung vor Nitrat in Lebensmitteln. Dem stehen zudem mögliche positive
Effekte wie z.B. eine blutdrucksenkende Wirkung entgegen. [Quelle Antidoping.ch]
Positive Wirkungen des rote Rübensafts


  • Reguliert (senkt) den Blutdruck
  • stärkt das Immunsystem
  • Regeneriert die Magenschleimhaut 
  • verbessert die kongnitiven Fähigkeiten



Das erstemal wurde ich auf rote Beete aufmerksam, als ich einmal einen Bericht über Paula Radcliff las (WR Marathon 2:15:25), in dem stand, dass neben der Badewanne mit Eiswasser auch rote Beete bei ihren Erfolgen maßgeblich beteiligt waren.

Nun aber zu meinen Erfahrungen mit dem roten Wundermittel :-)
Während meines Marathontrainings nahm ich die letzten 3 Wochen durchgehend FitRabbit ca. 1,5 - 2h jeweils vor der ersten Trainingseinheit am Tag. Bei Wettkämpfen nahm ich dann 2 Beutel (1. Halbmarathon in der Vorbereitung und beim Marathon). Ich hatte kein Problem mit der etwas anderen Geschmacksrichtung :-) Sollte man Probleme damit haben und mit  Brechreiz reagieren (besonders früh am Morgen :-)), kann man den Inhalt mit Orangensaft mischen bzw. gekühlt trinken, dann ist der Geschmack nicht so intensiv.

Bereits nach dem ersten Gebrauch merkte ich, dass ich hinten raus mehr Power und Ausdauer hatte. Der Puls wahr ein wenig niedriger als sonst, dies ist aber schwer vergleichbar, da der Puls sehr von äußeren Bedingungen beeinflusst wird. Ich hatte zwar in allen vergleichbaren Einheiten einen niedrigeren Durchschnittspuls als vor der Anwendung mit FitRabbit, ich will dies aber nicht ausschließlich auf FitRabbit zurückführen.

Was ich allerdings bestätigen kann ist, eine starke 2te Hälfte, diese bemerkte ich speziell in meinen beiden Wettkämpfen, so schaffte ich es z.B. als einziger Toplatzierter beim Linz Marathon (Rang 8 in 2:37:38) 2 gleichschnelle Splits zu laufen (1:18:50 / 1:15:48) ich fühlte mich auch im Ziel noch frisch und gut! Mehr dazu in meinem Bericht :-)

Alles in allem verspürte ich auch eine schnellere Regeneration, speziell nach intensiven Intervalltrainings konnte ich schneller regenieren, so war bereits am nächsten Tag wieder ein normaler Training möglich. Ich merkte in den ersten Wochen meiner Vorbereitung (ohne FitRabbit) das sich die hohen Umfänge und intensiven Einheiten schwer bemerkbar machten (Ruhepuls am Morgen!). Ich musste hier immer wieder mit der Dosis zurückfahren. Ich werde bei meinen Vorbereitungswochen auf das 2te Hauptevent in diesem Jahr (Karwendelmarsch) die komplette Zeit mit FitRabbit begleiten um zu sehen ob von Anfang an mit einem größeren Volumen trainiert werden kann. Vielleicht unterstützt mich FitRabbit bei diesem Vorhaben ;-)

Mein Fazit: Obwohl ich sehr kritisch gegenüber leistungssteigernde Wundermittel bin, muss ich zugeben FitRabbit hat bei mir gewirkt. Sei es nun aufgrund des Nitrats oder Placebo, mir ging es während des Trainings und vor allem bei den Rennen sehr gut. Keine totale Erschöpfung am Ende, kurze Regeneration und mehr Energie für die 2te Hälfte der Läufe lassen mich mit einem positiven Urteil abschließen. 

Somit auf der 10 stelligen Hasenwertung, 10 von 10 Rabbits :-)